Der DGB hat den Beschluss der schwarz-gelben Bundesregierung, die Minijob-Grenze auf 450 Euro anzuheben, scharf kritisiert.
Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, betont: „Die Koalition will offensichtlich die Menschen in kleinen Beschäftigungsverhältnissen für dumm verkaufen. Sie tut so, als hätte sie für sie eine Gehaltserhöhung beschlossen. Das ist falsch und irreführend.“ Nicht ein/e MinijobberIn werde durch die neue Regelung in Zukunft mehr Geld in der Tasche haben. „Wer heute 400 Euro verdient, wird keineswegs automatisch 50 Euro mehr bekommen. Im Übrigen verdient ein Großteil der Betroffenen ohnehin nicht einmal 400 Euro.
Der Durchschnittsverdienst der 7 Millionen Minijobber liegt nur bei rund 260 Euro im Westen beziehungsweise 200 Euro im Osten“, so Buntenbach. Schon heute gibt es 7 Millionen Arbeitsverhältnisse, in denen die Beschäftigten, die meisten davon Frauen, nicht mehr als 400 Euro verdienen. So sind auch im Handwerk über 17 Prozent aller Stellen sozial versicherungsfreie und geringfügig entlohnte „Minijobs“. Im Lebens mittelhandwerk sind es sogar 25, bei den GebäudereinigerInnen über 40 Prozent.